Weil sein Sohn auch etwas revolutionär wirkte, waren wir Rektor Leuenberger wohl sympathisch - Alfred Löhrer im Gespräch mit Oriana Schällibaum

Alfred Löhrer, VAUZ Präsident 1975

Alfred Löhrer studierte an der Uni Zürich Medizin, machte anschliessend die Pädiatrie-Ausbildung und gründete 1979 eine Kinderarztpraxis am Römerhof. Er war Mitglied im Gemeinderat und Kantonsrat.

Alfred Löhrer spricht über den Mut, im Studium Veränderungen anzustossen, seine Angst bei der Dies-academicus-Ansprache, die Mitsprache in Berufungsverfahren, peinliche und/oder lustige Situationen im Senat und seine Erfahrungen im Kantonsrat.

„In meiner Dies-Academicus-Rede habei ich gesagt, wir möchten eine universitas litterarum et collegarum – die Assistentenschaft möchte als Kollegen von den Professoren akzeptiert werden.“

Er ist der Meinung, dass es sehr wertvoll ist, dass die VAUZ Mitglieder aus allen Fakultäten hat. Die effektiven Erfolge der VAUZ seien "eher auf der gewerkschaftlichen Seite“ gewesen, "die Vorsorge in der BVK, das neue Assistentenreglement“.

Ausserdem hat er noch eine schöne Anekdote zu erzählen:

„Mein Chef sagte mir, er sehe, wie ich politisiere und die Revolution wolle an der Uni, darüber habe er sich bei seiner Frau beklagt. Seine Frau habe ihm aber gesagt, der Löhrer mache das einzig Richtige gegenüber ‚euch eingebildeten Professoren‘! Das war ein Aufsteller.“